Unser Leitbild
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Unser Leitbild

Der Pflegebedürftige – Mitte aller Dienste
In unserer Sorge um den pflegebedürftigen Menschen gilt für uns das Wort Gottes: "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr für mich getan." (Mt. 25,40)

  • Wir wollen dem Bewohner stets den Eindruck vermitteln, dass er mit seiner Pflegebedürftigkeit angenommen wird.
  • Wir fördern die für das Wohlbefinden des Bewohners hilfreichen mitmenschlichen Kontakte.
  • Wir unterstützen den Genesungsprozess des Bewohners durch gute Pflege und Betreuung.
  • Wir ermöglichen zur Förderung seiner Selbständigkeit jede vertretbare Form von Aktivierung.
  • Wir beziehen den Bewohner in den Prozess der Diagnostik und Therapie ein. Wir informieren ihn über Durchführung und Folgen vorgesehener Maßnahmen und bieten ihm darüber hinaus Alternativen an. Dabei achten wir die freie Entscheidung des Bewohners.
  • Wir bringen den Angehörigen die gleiche Wertschätzung entgegen wie dem Bewohner.
  • Wir tragen dem Wunsch von Angehörigen nach Information über den Zustand des Bewohners Rechnung, indem wir Gespräche mit den Ärzten und Pflegekräften ermöglichen.
  • Wir befürworten und unterstützen die Begleitung Schwerkranker und Sterbender durch ihre Angehörigen.

Dienstgestaltung der Mitarbeiter
Träger und Mitarbeiter bilden eine Dienstgemeinschaft.

  • Wir wissen uns mit verschiedenen Aufgaben und Begabungen aufeinander angewiesen und begegnen uns mit Achtung und Wohlwollen.
  • Wir suchen in Konfliktsituationen das Gespräch, um unterschiedliche Standpunkte zu verstehen und gemeinsame Lösungen zu finden, die im Einklang mit unserem kirchlichen Auftrag stehen.
  • Wir gestalten unsere Arbeit durch eine vom christlichen Geist geprägte Eigeninitiative und Einsatzbereitschaft.
  • Wir fördern die fachliche Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie die persönliche und religiöse Entfaltung des Einzelnen.

Seelsorge
Aus der Sicht einer ganzheitlichen Sorge heraus ist der Dienst der seelsorgerischen Begleitung sowohl auf den Bewohner, den Angehörigen als auch auf den Mitarbeiter gerichtetet.

  • Wir wollen dem Bewohner durch persönliche Gespräche beistehen und sind bereit, mit ihm zu beten.
  • Wir helfen, Kontakte zu katholischen und evangelischen Krankenhausseelsorgern aufzunehmen. Mitgliedern anderer Religionsgemeinschaften bieten wir unsere vermittelnde Hilfe an.
  • Wir ermöglichen dem Bewohner die Teilnahme am Gottesdienst und einen ungestörten Empfang der hl. Sakramente.
  • Wir unterstützen das seelsorgerische Angebot, das besonders den Bewohnern und Sterbenden, aber auch den Angehörigen und Mitarbeitern gilt.

Beziehungen zum gesellschaftlichen Umfeld
Öffentlichkeitsarbeit, Erfüllung des Versorgungsauftrages und Wirtschaftlichkeit sollen im christlichen Sinne als besondere Faktoren die Beziehungen unseres Hauses zum gesellschaftlichen Umfeld berücksichtigen.

  • Wir verpflichten uns, die von der Solidargemeinschaft der Versicherten zur Verfügung gestellten Mittel sparsam zu verwenden.
  • Wir wollen die uns von Gott anvertraute Schöpfung schützen, um so die Gesundheit auch künftiger Generationen nicht zu gefährden. Aus diesem Grund beachten wir die anerkannten Empfehlungen zum Schutze unserer Umwelt.
  • Wir fördern durch Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten und anderen Institutionen die Integration unseres Hauses in die Region. Die Arbeit des Hauses soll in der Öffentlichkeit durch vorhandene Medien zugänglich gemacht werden.


Die Erfüllung von Qualitätsansprüchen gemäß Beschluss der Leitung ist die Basis unserer Zusammenarbeit mit Bewohnern, Mitarbeitern und unserem betrieblichen Umfeld. Hierzu gehören die folgenden Aussagen:

I.   Unternehmensphilosophie - Leitlinien
II.  Grundsätze unserer Arbeit- Erläuterungen
III.  Der Umgang miteinander
IV. Was ist für uns ein Bewohner
V.  Schlussbemerkung

I. Unternehmensphilosophie – Leitlinien

Würde des Menschen

Der Mensch ist Geschöpf und Abbild Gottes. Darin liegt seine Würde.

  • Wir haben Ehrfurcht vor dem von Gott geschenkten Leben in jedem Stadium.
  • Wir schützen und achten menschliches Leben von der Zeugung bis zum Tod.
  • Wir legen Wert darauf, ein menschenwürdiges Sterben zu ermöglichen und den Angehörigen beizustehen.
  • Wir helfen allen Menschen, unabhängig vom gesellschaftlichen Ansehen, von der Persönlichkeit, der Herkunft und der Religionszugehörigkeit.
  • Wir bejahen die Errungenschaften und Erkenntnisse der modernen Medizin, soweit sie dem Menschen dienen und seiner Würde entsprechen.

II. Grundsätze unserer Arbeit - Erläuterungen

Für die Zusammenarbeit innerhalb des Hauses gelten darüber hinaus noch folgende Grundsätze:

  • Neben den Aussagen in den Leitlinien sollen die Bewohner bei uns ein hohes Maß an physischem, psychischem und sozialem Wohlbefinden erhalten bzw. erreichen. Wir erbringen Dienstleistungen, die die Erwartungen und Anforderungen des Bewohners erfüllen = Qualität.
  • Qualitätsverbesserung in Struktur, Prozess und Ergebnis ist ständige Aufgabe der Leitung; sie trägt für die Sicherung des Zieles eines hausweiten Qualitätsmanagement-Systems die Verantwortung. Sie sorgt für die Interessen der Bewohner und der Mitarbeiter in gleichem Maß.
  • Alle Mitarbeiter sind aufgefordert, an der Ausarbeitung, Umsetzung und Bewertung qualitätsverbessernder Maßnahmen mitzuwirken. Sie gehen davon aus, dass auch der Andere sich in erster Linie um das Wohl des Bewohners sorgt. Dieses bedeutet, auch die Meinung anderer anzuerkennen und unsere Meinung zugunsten besserer Vorschläge zu ändern. Deshalb pflegen wir einen partnerschaftlichen und ehrlichen Umgang miteinander, der die Eigeninitiative fördert, und sind bereit, Konflikte auszutragen, statt sie zu verdrängen.
  • Leistungen werden anerkannt und gewürdigt, sie erhöhen die Qualität der Arbeit und die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Deshalb ist selbständiges und eigenverantwortliches Denken und Handeln für unsere Arbeit unerlässlich.

III. Der Umgang Miteinander

Der Umgang miteinander ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Ansprüchen und praktischer Umsetzung der alltäglichen Arbeit. Das bedeutet für uns:

  1. Seien Sie Vorbild
    • Mitarbeiter gegenüber Mitarbeitern
    • Vorgesetzte gegenüber Mitarbeitern
    • Mitarbeiter gegenüber Vorgesetzten
  2. Stellen Sie klare Aufgaben und nehmen Sie Aufgaben an.
  3. Sehen Sie Ihre besondere Verantwortung für Menschen.
  4. Informieren Sie Mitarbeiter.
  5. Erkennen Sie die Arbeit Ihrer Mitarbeiter an - nutzen Sie sie nicht aus.
  6. Fördern Sie tüchtige Mitarbeiter.
  7. Entscheiden Sie rasch - jede Entscheidung ist besser als keine.
  8. Bereinigen Sie Meinungsverschiedenheiten umgehend.
  9. Motivation und Kritik; Seien Sie
    • ehrlich,
    • unmissverständlich,
    • klar,
    • offen,
    • direkt [miteinander, nicht übereinander].
  10. Seien Sie ein Mensch und geben Sie eigene Fehler zu.

IV. Was ist für uns ein Bewohner?

Der Bewohner ist die wichtigste Person in unserem Heim. Der Bewohner hängt nicht von uns ab, sondern wir von ihm. Der Bewohner stört nicht, sondern gibt unserer Arbeit Sinn! Wir sind für den Bewohner da.

Ein Bewohner ist nie eine Nummer oder eine Erkrankung, sondern ein Mensch aus Leib und Seele mit all seinen Ängsten und Nöten.

Die Bewohner der Einrichtung sind häufig in ihrer physischen und psychischen Leistungsfähigkeit eingeschränkt, aus einem gewohnten Leben in eigener Wohnung mit selbstbestimmtem Tagesablauf herausgerissen, damit besonders verletzbar, aber auch besonders angewiesen auf liebevolle Pflege und Betreuung wie auch besonders dankbar für menschliche Zuwendung und Wärme.

Die Mitarbeiter der Einrichtung sollen dem Bewohner helfen, ein möglichst selbständiges und selbstbestimmtes, würdevolles Leben zu führen. Hierzu müssen alle Anstrengungen darauf ausgerichtet sein, die geistigen, körperlichen und seelischen Kräfte des Bewohners zu erhalten und zu stärken.

Dieses Ziel kann regelmäßig nur erreicht werden, wenn

  • jede Tätigkeit im Hause ausgerichtet ist auf die Wünsche und Bedürfnisse des Bewohners,
  • unterstützungsbereite Angehörige, Nachbarn, Mitbewohner, ehrenamtliche Helfer, kirchliche Einrichtungen und andere Selbsthilfegruppen einbezogen werden,
  • alle Mitarbeiter der Einrichtung einerseits und extern Beteiligte andererseits, insbesondere Ärzte und Therapeuten, eng zusammenarbeiten und
  • jeder Mitarbeiter bereit ist, seine privaten Belange und Bedürfnisse, eventuelle Launen und Bequemlichkeiten zurückzustellen hinter die Aufgaben des Dienstes an dem Bewohner, und sich bemüht, seine Kenntnisse und Fähigkeiten den steigenden Erfordernissen in der Pflege anzupassen und sich fortzubilden.

V. Schlussbemerkungen

Qualität ist niemals ein Zufall:
Sie ist immer das Ergebnis hoher Ziele,
aufrichtiger Bemühungen,
intelligenter Vorgehensweise
und geschickter Ausführung.

Aquinata-PflegeeinrichtungenUnter anderem in der Knesebeckstraße 1 und Pfleidererstraße 3 - 4 in 12205 Berlin.030 / 810 730 - 0
Pfleidererstraße 3 - 4Berlin12205BerlinDeutschland